Medien und Industrie preisen eine schöne neue Auto-Welt; in Zukunft werden wir autonom fahren, so heißt es, und natürlich elektrisch – als ließen sich die Assistenzsysteme nicht auch in einem klassisch angetriebenen Fahrzeug verbauen. Die ersten dieser Autos sind natürlich nicht profitabel. Das Geld verdienen die Autohersteller mit Modellen, die von der Kundschaft tatsächlich nachgefragt werden. Mit Modellen wie dem kommenden BMW X7, der zwar erst Ende 2018 auf den Markt kommt, zur IAA 2017 jedoch schon einmal in Form einer Fahrzeugstudie angedeutet wird.

Sie hört auf die sperrige Bezeichnung BMW Concept X7 iPerformance – und sie zeichnet sich durch eine eindrucksvolle Formensprache aus, die sich – wie es der Pressetext zutreffend formuliert – durch eine „enorme, senkrecht stehende Doppelniere“ auszeichnet. Der X7 wirkt aufrecht, statisch, wie eine bajuwarische Interpretation eines Toyota LandCruiser oder Cadillac Escalade – und man fragt sich, wie der auf ihm basierende Geländewagen von Rolls-Royce sich davon noch abheben will. Die gewaltigen 23-Zoll-Felgen wirken auf diesem Off-Roader keineswegs überdimensioniert.

BMW nutzt die Präsentation der Studie übrigens auch, um einen neuen Markenauftritt für die Luxusmodelle zu kommunizieren: Der 7er, der kommende 8er, der Hybrid-Sportwagen i8 sowie der X7 bilden eine „erweiterte Familie für das Luxussegment“, so BMW. Sie weist sich durch ein in schwarz-weiß gehaltenes Signet und den ausgeschriebenen Schriftzug „Bayerische Motoren Werke“ (ohne Bindestrich) aus. Es ist die Münchner Antwort auf Mercedes-Maybach. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass Mercedes-Maybach auch ein Derivat der nächsten Generation des GLS lancieren wird. Man darf gespannt sein, welche Differenzierungsmerkmale über das neue Logo hinaus BMW offerieren wird.

Unter der Haube des X7-Studie steckt ein Plug-In-Hybrid-Antrieb. Man darf davon ausgehen, dass sich im Serienmodell ab 2018 dann zumeist hubraumstarke Verbrenner finden, denen allenfalls eine milde Hybridisierung zuteil wird. Irgendwo muss das Geld zur Quersubventionierung der Elektroautos ja verdient werden.


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QuelleBMW
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