In USA wurde der „Dieselskandal“ hochgespielt, der Volkswagen mittlerweile wohl 25 Milliarden Euro gekostet hat. Dort lässt man sich unablässig neue Grenzwerte einfallen, deren Einhaltung kaum noch messbar ist. Und dort gibt es Behörden wie das „California Air Resources Board“ (CARB), die den Diesel – so die Aussage eines US-Ingenieurs – „einfach hassen.“

Und doch gibt es in den USA eine erfolgreiche Diesel-Historie, die den Selbstzünder in den späten 70er und frühen 80er-Jahren kurzzeitig weit nach vorn gebracht hat, die dann wieder endete – aber seit einigen Jahren wieder überzeugend weitergeführt wird.

Der US-Journalist Richard Truett hat darauf hingewiesen, dass immerhin 11 Diesel-Modelle für das 2018er-Modelljahr zertifiziert sind. Es handelt sich um den BMW 328d und und den X5 xDrive 35d; die Chevrolet-Modelle Cruze, Equinox und Colorado; den GMC Canyon und Terrain; die Jaguar-Modelle XE, XF und F-Pace – und den Range Rover Velar.

Volkswagen schläft

Mercedes-Benz hält sich derzeit zurück, die Rückkehr von Diesel-Modellen wird allerdings keinesfalls ausgeschlossen; der VW-Konzern hätte ebenfalls einige Modelle in petto für den Fall, dass man das arg ramponierte Selbstbewusstsein wiederfindet. Vermutlich werden Jeep und Ram ebenfalls Diesel-Varianten auf den Markt bringen.

Auch Cadillac arbeitet an Dieselmotoren, um die europäischen Märkte aufzurollen. Sie sollen dann sukzessive das Modellprogramm in den USA bereichern.

Verschwinden wird der Diesel in den USA ohnehin nicht: Bei den schweren Pickup-Modellen ist er bestens eingeführt und erfreut sich großer Beliebtheit; die Kunden von Chevrolet und GMC, Ford und Ram zahlen hohe Aufpreise für die Selbstzünder, die in Sachen Drehmoment und Verbrauch ihren benzingetriebenen Schwestermodellen haushoch überlegen sind.

Mit anderen Worten: Die Berichte über den Tod des Dieselmotors sind stark übertrieben. Auch in bezug auf den US-Markt.


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QuelleGM
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