Motorenexperte Professor Friedrich Indra (77) nimmt kein Blatt vor den Mund: Die E-Mobilität ist ein teurer Irrweg, dem Verbrenner gehört die Zukunft. Seine Karriere hat er bei BMW Alpina und bei Audi begonnen, wo er an Ikonen wie dem Alpina B7 Turbo und dem ursprünglichen Audi Quattro gearbeitet hat. Dann wechselte er zu General Motors; dort betreute er unter anderem den Elektroauto-Großversuch von Rügen, als in den frühen 90ern 160 E-Autos auf die Straße geschickt wurden. Heute ist er als Berater der Industrie tätig – und er hegt einige Bedenken zu einer Technologie, die trotz gigantischem Rückenwind aus Politik und Medien nicht auf die Spur zu kommen scheint.

BMW i3

Friedrich Indra sagt zu…

… den Kosten des E-Autos: „Es wäre in unserer freien Marktwirtschaft das erste Mal, dass ein Kunde ein Produkt kauft, das teurer ist und weniger kann als das, was er hat – und bei dem überdies die Hälfte des Wertes in der Batterie steckt. Nach 8 Jahren ist das Auto nichts mehr wert.“

… den schwindenden Erdölressourcen: „Nun, wir wissen ja seit vielen Jahrzehnten, daß die Ölreserven in 40 Jahren erschöpft sein werden… Spaß beiseite: Ernstzunehmende Wissenschaftler prognostizieren Ölvorräte für mindestens noch 100 Jahre – und danach haben wir Erdgas für wohl 200 Jahre. Man kann Verbrennungsmotoren übrigens auch mit Wasserstoff betreiben!“

…dem CO2-Ausstoß von Elektroautos: „Bei einer CO2-Well-to-Wheel-Betrachtung ist das Elektroauto in Deutschland um den Faktor 1,6 schlechter ist als Verbrenner. In China ist es sogar 4 bis 5 mal schlechter. Und wir reden hier über den Verbrauch und noch nicht einmal über die riesigen Energiemengen, die bei der Herstellung der Batterien benötigt werden und mit denen ein normales Auto viele zigtausend Kilometer weit käme.“

– Sicherheits- und Umweltaspekten des Elektroautos: „Das Thema ist nicht abgearbeitet. Es gibt mittlerweile schlimme Unfälle. Das ist nicht trivial. Und bedenken Sie das Thema Recycling; niemand kann diese wertvollen Stoffe ausreichend recyceln.“

… der Elektrifizierung im Rennsport: “ Auf der Straße funktionieren die Lithium-Ionen-Akkus noch halbwegs, im Motorsport werden sie wegen der schnellen Be- und Entladung viel zu heiß und gehen dauernd kaputt. Die absolute Schwäche der Batterietechnik wird hier auch noch vorgezeigt, weil die Fahrer nach einer halben Stunde die Fahrzeuge wegen leerer Batterien wechseln müssen.“

… Plug-In-Hybriden: „Dies ist lediglich der zweitgrößte Betrug an der Umwelt, weil man bei der Ermittlung des Verbrauchs einfach darauf verzichtet, den vorher getankten Strom mit einzubeziehen. Dabei kommen für Supersportwagen mit dieser Technik so perverse Werte wie 3,1 Liter Verbrauch pro 100 km heraus.“

… Politikern und Behörden: „Es gibt in Politik und Medien einen Hass gegen den Verbrenner, und der wird unheimlich geschürt durch das Volkswagen-Abgasthema. Dieser hochgespielte Skandal unterbindet jede sachliche Diskussion, und die Politik stellt sich gegenüber der Autoindustrie inzwischen auf den Standpunkt: Wir beschließen einfach, ihr setzt um. Die Industrie hat ein schlechtes Gewissen, auch wenn das völliger Unsinn ist. Dabei löst das Elektroauto kein einziges Umweltproblem und leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz.“

… den Aussichten für den Verbrennungsmotor: „Die Fortschritte sind nach wie sehr beachtlich, beim Otto-und beim Dieselmotor. Die Motoren werden bei immer mehr Leistung immer sparsamer, den Ingenieuren gehen die Ideen nicht aus. Die finale Lösung sind neue, CO2-neutrale synthetische Kraftstoffe. Diese benötigen für die Herstellung soviel CO2, wie dann im Betrieb wieder freigesetzt wird. Damit ist das Auto mit Verbrennungsmotor sauber.“

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