Es ist die Zeit der Visionäre, und dass das Automobilgeschäft sich auch in Zukunft in bewährten Bahnen bewegen wird, wird immer häufiger in Zweifel gestellt. Drei Nachrichten haben uns in den letzten Tagen bewegt.

Volvo verlässt den Genfer Salon

Volvo V 60

Der Trend zur Konzentration auf wenige internationale Automessen zeichnet sich schon lange ab: Turin, Leipzig, Bologna und andere Standorte sind ihm zum Opfer gefallen. Doch jetzt trifft es auch die großen Messen: Volvo gibt den Verzicht auf Genf bekannt. Dabei gilt die dortige Messe als die internationalste unter ihnen allen. Und die Schweden haben sie in der Vergangenheit weidlich genutzt: Nachdem Daimlers A-Klasse über den Elchtest strauchelte, blickte vom benachbarten Volvo-Messestand ein ausgestopfter Elchkopf herüber. Jetzt hat Volvo sich von Genf verabschiedet.

Cadillac lanciert neues Nutzermodell

Cadillac ATS-V

Die Testphase ist absolviert, jetzt startet Cadillac auch in Deutschland offiziell den Mobilitätsservice „Book by Cadillac“: Für 1500 Euro (6 Monate), 1600 Euro (3 Monate) oder 1700 Euro (1 Monat) können die Teilnehmer nicht zur die komplette Cadillac-Palette, sondern auch die Chevrolet-Modelle Camaro und Corvette bewegen. Alles ist inbegriffen: Steuer und Versicherung, Wartung, sogar Vignetten für Österreich und die Schweiz. Nur tanken muss der Fahrer selbst. Der Service ist weit überbucht, aber für Cadillac eine hervorragende Chance, die Präsenz in Deutschland auszubauen. Denn momentan sind die luxuriösen und erstaunlich sportlichen US-Mobile im Straßenbild selten anzutreffen.

Uber geht in die Luft

Ital-Design-Drohne

Unterdessen blickt der Taxi-Dienstleister Uber noch weiter in die Zukunft. Während man in vielen Ländern und Städten mit renitenten Politikern und Strukturen hadert, die sich gegen die Einführung des bequemen Systems sperren, arbeitet man bereits daran, die eigenen Fahrer durch Roboter zu ersetzen (den Testfahrten für autonome Fahrzeuge fiel am 18. März in Arizona eine Radfahrerin zu Opfer). Doch das reicht noch nicht: Jetzt kündigt Uber Flugtaxis an. In Seine Pläne bestätigte Firmenchef Dara Khosrowshahi letzte Woche noch einmal der „Bild“-Zeitung. Natürlich sollen die Flugzeuge elektrisch fliegen und später auch autonom. 2020 sollen Testflüge beginnen, schon ab 2023 soll der Nervenkitzel im großen Stil zu buchen sein.

Die Kreativität ist die Stärke der Autoindustrie. Wie richtig sie mit ihren Ideen liegt, entscheidet letztlich der Kunde. Auf sein Urteil darf man gespannt sein.


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