Das bessere ist des Guten Feind, und Porsche hat mit dem Macan zwar das Segment der sportlichen Crossover-SUVs dominiert, doch das Modell wurde von der Konkurrenz zuletzt etwas in den Schatten gestellt: Der Audi Q5 der zweiten Generation steht auf der moderneren MLB Evo-Architektur, BMW X3 / X4 und Mercedes-Benz GLC gibt es auch als Coupé, und zudem sind die AMG-Varianten mit ihren V8-Motoren stärker als der Macan.

Jetzt hat Porsche seinen kompakten Macan modernisiert und mit neuen Motoren sowie modernerer Elektronik deutlich aufgerüstet.

Unter der Haube steckt eine völlig neue Generation von V6-Motoren, die zusammen mit Audi entwickelt wurden: Der Macan S ist jetzt mit einem 3,0-Liter-V6-Turbo ausgerüstet, der 354 PS leistet; der Macan Turbo erhält einen 2,9-Liter-V6-Biturbo, der 440 PS leistet.

Das interessanteste Modell könnte der Macan S D werden, ausgestattet mit einem rund 300 PS starken 3,0-Liter-V6-Turbodiesel, und auf einigen Märkten wird es ein Macan-Basismodell mit einem 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder und 245 PS geben. Alle Maschinen sind mit einem „nassen“ 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik gekoppelt.

Es soll weitere Derivate geben, zum Beispiel einen Macan GTS mit rund 380 PS und eventuell ein Performance Package für den Turbo mit knapp 500 PS. Nicht geplant ist ein Plug-in-Hybrid, und ein solches Modell dürfte auch nicht vermißt werden.

Porsche hat das Fahrwerk optimiert, und das Felgenprogramm (18 bis 21 Zoll) wurde erneuert. Im Interier gibt es ein völlig neues Infotainment-System, das jetzt weitgehend jenem von Cayenne und Panamera entspricht. Die Sprachsteuerung funktioniert besser, der Tempomat bietet Stop-and-Go-Assistenz, und der berührungsempfindliche Bildschirm wächst von bescheidenen 7 Zoll auf stolze 11 Zoll. Das optionale GT-Lenkrad wird im Durchmesser kleiner. Und es gibt auf Wunsch einen Ionisator – eine Option, dessen Sinnhaftigkeit zweifelhaft ist.

Schärferes Design

Von vorne sieht der Macan etwas breiter aus, und er ist mit neuen LED-Scheinwerfern ausgestattet. Die wichtigsten Änderungen gibt es hinten: Die LED-Rückleuchte erstreckt sich über das gesamte Heck und läßt das Auto moderner wirken. Der Turbo bekommt eigenständige Stoßflächen, die auch ein mögliches GTS-Modell nicht erhält.

Der modifizierte Macan kommt im Herbst zu den Händlern und zielt auf die leitungsstärkeren Versionen des Audi Q5, des BMW X3 und X4, des Jaguar F-Pace und des Mercedes-Benz GLC. Die Stuttgarter sind damit für die zweite Hälfte seines Lebenszyklus gut aufgestellt.


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QuelleGTspirit
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