Es war ein E-Mobil, das im April mit dem schärfsten Design auf der Automesse in Shanghai aufwartete: Der Qoros K-EV, eine 5,12 Meter lange und 870 PS starke Limousine, die von vier Elektromotoren angetrieben wird.

Der Bolide, gezeichnet vom hauseigenen Designteam unter Gert Hildebrand, verfügt über ein extrem steifes, crashsicheres Monocoque aus Kohlefaser-Verbundstoff und ein asymmetrisches Türkonzept mit fahrerseitiger Flügeltüre.

Die Kabine eröffnet Einblicke auf die Carbonstruktur, durch die Fronthaube werden Antriebs-Komponenten sichtbar. Vordere und hintere Kotflügel fungieren als Aero-Elemente, sie sind absichtlich nicht in den Grundkörper der Karosserie integriert.

Jetzt haben die Designer ihre Kreativität spielen lassen – und mit einer Pacecar-Variante die Formensprache nochmals weiter reduziert. Dadurch erhält der K-EV einen äußerst aggressiven Look, der den Eindruck einer reinen Fahrmaschine vermittelt.

Das Pacecar Safety zeigt freistehende Kotflügel und seitlich montierte, schwebend wirkende Beleuchtungselemente vorn und hinten. Die Warnblinkleuchte am Dach ist als Spoiler ausgebildet. Und ein auf der Armaturentafel festgezurrter iPad unterstützt den Fahrer bei seiner Aufgabe im Rennbetrieb.

Faszination Racing

Mit einer 1:1-Umsetzung des Qoros K-EV Pacecar Safety ist allerdings nicht zu rechnen; zunächst einmal soll das Ausgangsmodell zur Serienreife gebracht werden. Das Team von Chefdesigner Hildebrand und die Qoros-Ingenieure in China und Europa arbeiten mit Hochdruck an dem Projekt: Nächstes Frühjahr soll ein fahrfähiger Prototyp auf der Automesse in Peking stehen, und in rund zwei Jahren soll der K-EV in einer Kleinserie auf den Markt kommen.

Das Interieur der Serienversion nimmt inzwischen konkrete Gestalt an: Die jüngsten Renderings zeigen eine luftige Kabine mit hellem Leder, großzügiger Verglasung und deutlich sichtbaren Kohlefaser-Strukturteilen.

Qoros K-EV Pacecar Safety

Inzwischen gibt es mehrere chinesische Projekte, mit denen Premium-Elektroautos wie Porsche Mission E und Tesla Model S attackiert werden sollen. Dazu gehören der Crossover von Faraday Future, die Raumkonzepte von Nio und die Oberklasse-Limousine Lucid Air.

Unter ihnen ist der europäisch inspirierte und mit chinesischem High-Tech umgesetzte Qoros K-EV die mit Abstand sportlichste Alternative – auch in der Normal-Version. Und Qoros kann einen Vorzug ins Treffen führen: Die langsam aber stetig wachsende Marke hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie ihre Fahrzeugkonzepte zur Marktreife bringen kann.


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QuelleQoros
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