Die Nerven liegen offenbar blank bei Tesla-Chef Elon Musk: Ganze zwei Wochen nachdem er einen der Retter der in einer thailändischen Höhle festsitzenden Fußballmannschaft der Pädophilie bezichtigte, setzte er vor 22,2 Millionen Followern einen weiteren verstörenden Tweet ab. Das Foto zeigt die Schauspielerin Miley Cyrus in einer obszönen Pose der Unterwerfung. Es war Musks Antwort auf die Frage eines anderen Twitter-Nutzers, ob er „Montana Skeptic“ angerufen hätte.

Der Hintergrund ist bereits ein eigener Skandal: Musk hatte sich über die Berichterstattung eines unter dem Pseudonym „Montana Skeptic“ agierenden Bloggers geärgert, sich den Klarnamen besorgt und seinen Vorgesetzten persönlich angerufen. Der Milliardär drohte in dem Telefonat damit, den Blogger zu verklagen. Um die Firma nicht in die Affäre hineinzuziehen, löschte „Montana Skeptic“ sein Twitter-Konto, das sich zu einer Fundgrube für kritische Fakten über Tesla entwickelt hatte.

Doch dieser fragwürdige Triumph genügte Musk nicht. Auf die Frage des Nutzers antwortete er zunächst, er hätte niemals von dem „Mädchen“ gehört: „Es muß seine Mutter gewesen sein“. – „Montana“ ist nicht nur der Name eines Staates, sondern auch ein Mädchenname.

Anschließend tweetete Musk das obszöne Bild. Der Austausch auf Twitter fand kurz vor 4 Uhr morgens kalifornischer Zeit statt.

Eine fortgesetzte Kampagne

Inzwischen teilt der Journalist Ed Niedermeyer mit, daß die Tesla-Presseabteilung interessierten Journalisten die Telefonnummer des Arbeitgebers von „Montana Skeptic“ herausgibt. Eigentlich hatte dieser sein Twitter-Konto gelöscht, um seinen Arbeitgeber vor negativer Öffentlichkeit zu schützen.

Nach rund 10 Stunden verschwand der Tweet des Milliardärs, der nach eigenem Bekunden Tag und Nacht daran arbeitet, die Qualität und Produktivität seiner Werke zu verbessern.

Der als „Pädo“ beschimpfte Höhlenexperte, ein in Thailand lebender Brite, kam nach einigen Tagen in den Genuß einer halbherzig hingeworfenen Entschuldigung. „Montana Skeptic“ und Miley Cyrus dürften ebenso erwartungsvoll auf die nächsten Äußerungen des Tesla-Chefs blicken wie die zunehmend nervösen Investoren.


NEWSLETTER ABONNIEREN

Unser Newsletter liefert täglich die neuesten Artikel und die spannendsten Geschichten direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Geben Sie uns einfach Ihre E-Mail-Adresse und los geht Ihr kostenloses Newsletter-Abonnement.

QuelleTesla, Twitter
Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here