Volkswagen nimmt 35 Jahre Passat syncro zum Anlass, auf den Start der Allradtechnik im hauseigenen Pkw-Programm hinzuweisen. Tatsächlich war der Passat Variant syncro ein Meilenstein für die Marke. Vorgestellt wurde dieser Passat übrigens unter der griechischen Bezeichnung Tetra, was für die Zahl vier steht. Damit wollte VW eine Analogie zum Audi quattro herstellen; es gelang jedoch nicht, die Namensrechte für den automobilen Bereich zu sichern.

Schwimmwagen

Volkswagen Schwimmwagen

Tatsächlich ist die Allrad-Geschichte von Volkswagen noch weitaus älter; sie geht bis in die 40er-Jahre zurück, als die Volkswagenwerke den berühmten Schwimmwagen konstruierten. Basierend auf dem Kübelwagen war er nochmals geländegängiger – nicht zuletzt dank dem Allradantrieb, den er sich mit dem Kommandeurswagen Typ 87 teilte und der nur im ersten Gang zugeschaltet werden konnte.

Iltis

Volkswagen Iltis

Während der Typ 181 von 1969, in der Bundeswehr entgegen der Intention des Werks umgehend wie sein historisches Vorbild als „Kübel“ bezeichnet, mit reinem Heckantrieb auskam, setzte der Iltis von 1978 auf Allradantrieb. Er war vom DKW Munga abgeleitet, der von 1956 bis 1968 gebaut wurde. Gleichzeitig diente der Iltis jedoch auch als Inspiration für den Audi quattro.

Passat B2 syncro

Volkswagen Passat syncro

Der unter Chefdesigner Herbert Schäfer etwas unglücklich gezeichnete Passat B2 barg unter seiner weit vorspringenden Nase einen von Audi zugelieferten, längs eingebauten Reihen-Fünfzylinder. Später wurde ein Vierzylinder nachgereicht Der Passat syncro wurde zum Erfolgsmodell.

Transporter syncro

Volkswagen Transporter syncro

Nachdem VW bereits auf Basis des Vorgängermodells einige Versuchsfahrzeuge gebaut hatte, kam zum Jahreswechsel 1984/85 der Transporter syncro auf den Markt, gebaut bei Steyr-Daimler-Puch im österreichischen Graz. Es gab den syncro auch als Pritschenwagen mit Doppelkabine.

Golf Country

Volkswagen Golf Country

Ebenfalls bei Steyr-Daimler-Puch wurde der inzwischen zum Kultobjekt avancierte Golf Country gebaut, dessen Karosserie um stolze 12 cm höhergelegt war. Gleichzeitig gab es mit dem 160 PS starken Rallye Golf ein Gegenstück zu den allradgetriebenen Varianten des Lancia Delta.

Golf VR6 Variant syncro

Volkswagen Golf VR6 syncro Variant

Beim Golf III setzte VW erstmals auf den VR6-Motor, gekrönt wurde die Baureihe durch den nochmals leistungsgesteigerten Variant mit 190 PS und Allradantrieb. Die Spitze lag bei stolzen 224 km/h.

Touareg W12

Volkswagen Touareg W12

Gemeinsam mit dem Porsche Cayenne entwickelt zeichnete sich der VW Touareg durch eine bedeutend anspruchsvollere Innenausstattung aus. Zudem gab es ihn nicht nur mit einem extrem drehmomentstarken V10 TDI, sondern auch mit einem freisaugenden W12-Ottomotor. Das ursprünglich für härtesten Geländeeinsatz entwickelte Allradsystem wurde mangels Kundennachfrage sukzessive entfeinert.

Phaeton

Volkswagen Phaeton

Mit dem bis ins kleinste Detail perfekt durchkonstruierten Phaeton definierte VW in der Oberklasse eine Zeitlang die Messlatte. Die überwiegende Zahl der verkauften Modelle verfügte über Allradantrieb. Auch der Passat streifte in der Modellgeneration B5 an die Oberklasse an: Mit seinem kompakten 275 PS starken 4,0-Liter-W8-Motor.

Passat Alltrack

Volkswagen Passat Alltrack 4Motion

Heute gibt es im VW-Modellprogramm eine große Zahl von allradgetriebenen Modellen – beispielsweise in den Baureihen Golf, Sharan, Passat, Arteon, T-Roc, Tiguan, Tiguan Allspace und Touareg. Hinzu kommen die Nutzfahrzeuge. In Wolfsburg schätzt man Anglizismen, weshalb der Allradantrieb mittlerweile auf die englisch auszusprechende Bezeichnung 4Motion hört. Die höhergelegten Versionen heißen Alltrack.


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QuelleVolkswagen
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