Wiederkehr eines alten Bekannten: Der Saab 9-3, die im Januar 2002 debütierte, kommt zum zweiten Mal auf den Markt. Am 5. Dezember rollte im chinesischen Tianjin das erste Serienexemplar des NEVS 9-3 vom Band. So betagt der Auftritt der Elektro-Limousine ist, so optimistisch blickt NEVS in die Zukunft: Es gelte 150 000 Vorbestellungen abzuarbeiten, behaupten die Chinesen.

Das dürfte die Marke eine Weile beschäftigen, liegt doch die jährliche Produktionskapazität anfangs bei nur 50 000 Einheiten pro Jahr. Im zweiten Schritt will man die Kapazität auf 220 000 Einheiten steigern. Die folgenden zwei Elektroautos werden gemeinsam mit dem chinesischen Beförderungs-Dienstleister Didi Chuxing entwickelt.

Doch zunächst soll es neben der viertürigen Stufenheck-Limousine einen Crossover namens NEVS 9-3 X geben. Das Saab-Logo wird keines der beiden Modelle mehr tragen. Und nach Europa und in die USA dürften sie vorerst auch nicht kommen.

Optisch kaum verändert

Es fällt auf, dass das gestern vorgeführte Fahrzeug noch nicht einmal über die geringfügigen stilistischen Änderungen verfügt, die auf den von NEVS im Sommer verbreiteten CGIs zu sehen sind. Statt dessen hat sich gegenüber dem Saab 9-3 praktisch überhaupt nichts geändert. Der NEVS 9-3 mag also aussehen wie ein Saab 9-3, die Ausstattung wurde jedoch ergänzt – zum Beispiel um einen WiFi-Hotspot sowie die Möglichkeit, das Fahrzeug per Smartphone fernzusteuern. Und natürlich steckt ein Elektroantrieb unter dem Blech. 300 Kilometer weit soll das Fahrzeug mit einer Batterieladung kommen.

Sollte die Kooperation mit Didi Früchte tragen, dürfte die Zukunft von NEVS erst einmal gesichert sein. Didi tritt schon heute als finanzstarker und anspruchsvoller Kunde auf; etliche Fahrzeughersteller werben dort um den Zuschlag, eine Flotte von Taximodellen entwickeln und fertigen zu dürfen.


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QuelleNEVS
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