Wer in der Welt des Automobils an absoluten Luxus denkt, dem kommt eine Marke vor allen anderen in den Sinn – eine, die sich durch langgestreckte Linien, flauschige Teppiche und inzwischen auch durch sternengesprenkelte Dachhimmel auszeichnet. Die Rede ist von Rolls-Royce – der Marke, die Reichtum, Status und Stil verkörpert.

Gerade im Innenraum zeichnet sich die britische Nobelmarke durch Opulenz und absolute Isolation der Passagiere aus, und zwar seit jeher. Das gilt ganz besonders für das Spitzenmodell Phantom, jenes Kronjuwel, das die Marke seit 1925 ziert und das als Definition für das Ultra-Luxus-Segment dient.

Jetzt ist die Baureihe in ihrer achten Modellgeneration erschienen, der zweiten unter BMW-Ägide. Die sieben vorangegangenen Modellgenerationen standen Spalier, als sie letzte Woche in Goodwood ihren ersten Auftritt hatte.

Und dabei wurde deutlich, dass die DNS der früheren Modellgenerationen weiterhin präsent ist. Auf den ersten Blick ein Rolls-Royce, mit einem gewaltigen Kühlergrill, der erstmals in die Karosserie integriert ist, und aggressiven LED-Scheinwerfern.

Auch wenn dieser Auftritt in einer Halle im Londoner Stadtteil Mayfair stattfand: Es bedarf keiner besonderen Phantasie, um sich vorzustellen, dass dieser Rolls-Royce demnächst die Straßen, auf denen er sich blicken lässt, beherrschen wird.

Wie beim Phantom VII leitet sich der dramatische Auftritt aus dem aufrechten Gesicht und den fast vertikalen Kanten her, die nicht nur die Frontpartie definieren, sondern über die gesamte Länge des Fahrzeugs weitergeführt werden. Das Dach ist sehr elegant gelöst, und die breite Chromleiste, welche die Seitenfenster akzentuiert, ist oben aus einem Stück ausgeführt. (Eine ursprünglich geplante mehrteilige Lösung hätte sich nicht so harmonisch darstellen lassen.)

Die hinteren Türen sind abermals als „Selbstmördertüren“ ausgeführt, und sie verbergen wie bei der Vorgängergeneration einen Regenschirm. Um sie zu schließen, genügt jetzt eine sanfte Berührung des Türgriffs.

Der Luxus im Interieur ist (erwartungsgemäß) phänomenal, und die ausgestellte Version mit langem Radstand bietet besonders viel Platz. Der neue Phantom kommt mit den neuesten Infotainment-Systemen, dargestellt auf extrem scharfen Bildschirmen. Es gibt einen WiFi-Hotspot und eine riesige Konsole für die Fondpassagiere.

Ein Herz für das Vereinigte Königreich

Unter der Haube steckt ein 6,8-Liter-V12-Motor, der mit dem Aggregat des BMW M760Li xDrive eng verwandt ist; im Phantom leistet er 571 PS und produziert 900 Nm Drehmoment. Auch die Hinterachse wurde vom BMW 7er übernommen. Denn bei allem britischen Perfektionsdrang: Ein bisschen Geld verdienen soll der Phantom ja auch noch.

Dafür haben die Briten stolze 130 Kilogramm an Dämmaterial verbaut, und die Fahrzeugkabine dürfte entsprechend leise sein. Die noch junge Legende besagt, dass die Ingenieure die Funktionstüchtigkeit ihrer Schallmessinstrumente in Zweifel gezogen haben – weil die ausgelesenen Werte so niedrig waren.


NEWSLETTER ABONNIEREN

Unser Newsletter liefert täglich die neuesten Artikel und die spannendsten Geschichten direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Geben Sie uns einfach Ihre E-Mail-Adresse und los geht Ihr kostenloses Newsletter-Abonnement.

QuelleRolls-Royce
Teilen

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here