Er startet mit einem Peitschenschlag, klingt im Leerlauf wie ein Offshore-Schnellboot, und beim Gasgeben hört man das Feuer in den Brennkammern toben: Der Sechsliter-V12-Motor von AMG, der auf die Bezeichnung M279 hört und den obersten Abschluss der Motorenpalette im Daimler-Personenwagenprogramm bildet.

Jetzt verschwindet er bei AMG langsam aus dem Programm: Nachdem 2018 der auf dem W463/1 basierende AMG G65 und der SL65 gestrichen wurden, endet auch die Produktion der AMG S65 Limousine. Die der auf 130 Exemplare limitierte Abschiedsedition “Final Edition” glänzt mit Zierlementen in bronze (außen) und kupfer (innen). Jedes Auto bekommt eine identische Plakette mit der Inschrift “1 of 130”, auf die Angabe der individuellen Seriennummer verzichtet AMG. So kann sich kein Kunde benachteiligt fühlen.

Zuletzt hatten die Achtzylinder-Versionen von AMG so stark nachgezogen, dass der V12 zur reinen Prestige-Motorisierung wurde. Zum Vergleich: Der AMG S63 mit seinem 612-PS-V8 sprintet mit seiner 9-Gang-Automatik und Allradantrieb in nur 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der AMG S65 benötigt für die gleiche Übung 4,2 Sekunden. Und der 65er wiegt mit 2250 Kilogramm stolze 180 Kilogramm mehr als sein V8-Schwestermodell.

Bei Maybach geht es weiter

Doch der Faszination eines V12 kann sich wohl niemand entziehen. Noch gibt es das Coupé und das Cabriolet der S-Klasse weiterhin mit der 65er-Maschine. Doch auch die Tage dieser Typen sind gezählt.

Eine Zukunft hat der M279-Motor dennoch – und zwar unter der Haube des großen Mercedes-Maybach. Vielleicht gibt es sogar einmal einen GLS mit Zwölfzylinder-Maschine.


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QuelleDaimler
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