Design Week in Mailand: Eine Stadt verschreibt sich der Schönheit und moderner Lebensart. Und dient damit als Kulisse für die Europapremiere eines Concept Cars, das mit neuen Ansätzen in Technik und Vertrieb die Branche anstoßen will.

Das chinesische Startup Byton wird geführt vom Entwickler des BMW i8, dem früheren BMW-Manager Carsten Breitfeld. Chefdesigner ist Benoit Jacob, ebenfalls von BMW. Mittlerweile verfügt man über mehr als 300 Millionen Euro Kapital.

Das Byton Concept wird zwar etwas generisch, aber extrem modern: Hier geht es um Licht, Luxus und Transparenz. Was man noch nirgendwo sonst gesehen hat, ist der horizontale 49-Zoll-Bildschirm im Cockpit, der sich praktisch über die gesamte Fahrzeugbreite spannt. Amazon Alexa ist integriert, und die Autos sind mit biometrischen Identifikationssystemen ausgerüstet. Die komfortbale, vollüberwachte Zukunft lässt grüßen.

Allerding weiterhin mit Lenkrad: Zum Marktstart komm der Byton mit Autonomie des Level 3. Das muss erst einmal genügen: Vollautonomes Fahren sieht man als “utopisch” an.

Antrieb mit zwei Leistungsstufen

Das Selberfahren wird ohnehin Spaß machen: Das Einstiegsmodell verfügt über Heckantrieb, 200 kW/272 PS und eine 71-kWh-Batterie für 400 Kilometer Reichweite; es soll 45 000 US-Dollar kosten (umgerechnet weniger als 37 000 Euro). Darüber rangiert eine Variante mit Allradantrieb, 350 kW/476 PS (davon 200 kW an der Hinterachse) und einer 95-kWh-Batterie für 520 Kilometer Reichweite.

Das Byton Concept entspricht zu 80 bis 90 Prozent dem Serienstand. Elemente wie Kameras und Außenspiegel, Türgriffe, Ablagekonzepte sowie der Einstieg hinten hängen von den Regularien und Vorlieben auf den Einzelmärkten ab.

2019 bringt Byton das Serienmodell 2019 in China, Europa folgt erst in der zweiten Jahreshälfte 2020. Auf das mittelgroße Crossover-SUV, auf das die Studie verweist, folgt eine Raumlimousine mit sieben Sitzen.

Anschauen kann man sich diese Autos dann im Netz – und in den Byton Brand Stores. Die ersten dieser “Markenerlebnisräume” werden noch heuer eröffnet – in Metropolen in China und den USA, letztlich auch in Europa. Die Ouvertüre war in Mailand zu sehen.


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QuelleMatthias Knödler
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