Es geht vorwärts mit Isdera: Das frühere Ingenieursbüro für Styling, Design und Racing, einst gegründet vom Designer und Entwickler Eberhard Schulz, sitzt seit gut zwei Jahren als Tochter der Sinfonia Automotive AG am Standort Saarwellingen; es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem chinesischen Autohersteller WM (Weltmeister) Motor.

Jetzt ergeht Kunde von der Saar, daß Gregor Gardavsky künftig als Chefdesigner für die Formgebung von Isdera zuständig ist. Eine Kostprobe seines Könnens hat er mit der vollelektrischen Studie Commendatore GT abgegeben, die im Frühjahr 2018 auf der Automesse in Peking vorgestellt wurde.

Der zweimal gebaute Commendatore GT verknüpft verschiedene Elemente bekannter Sportwagen; die Frontpartie erinnert beispielsweise an Modelle wie den Porsche Cayman oder die Lotus Elise, aber auch an aktuelle McLaren-Typen. Das Cockpit präsentiert sich horizontal-flächig und ebenfalls recht konventionell. Fast zwei Tonnen wiegt der Elektrowagen, die Spitze soll bei 250 km/h liegen. Mit der Umsetzung waren unter anderem die Firma Roding Motors sowie die Stangl + Co. GmbH Präzisionstechnik betraut, die vor einigen Jahren mit dem kantig gezeichneten Roding Roadster für Aufsehen sorgten.

Die große Historie

Isdera Imperator 108i

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, daß Isdera mit neuen und kühnen Konzepten der eigenen Historie gerecht wird. Denn die Sportwagen von Eberhard Schulz besaßen ikonische Qualität. Das gilt für das Erstlingswerk Erator, vor allem aber für den Buchmann CW 311, der zum Isdera Imperator 108i (siehe oben) mutierte und noch heute ungemein futuristisch wirkt. Mit dem CW 311 demonstrierte Schulz im Jahre 1978, nur 15 Jahre nach dem Produktionsstopp des legendären 300-SL und keine zehn Jahre nach dem Debüt der wankelgetriebenen C-111-Prototypen, wie ein Supersportwagen von Mercedes-Benz aussehen könnte.

Isdera Commendatore 112i

Und auch die weiteren Isdera-Typen der Ära Schulz sind noch heute gültig: Der Spyder 033i/036i bestach mit seiner asymmetrischen Formgebung, während der 1992 vorgestellte Commendatore 112i (siehe oben) wie ein GT-Rennwagen wirkte – und entsprechende Fahrleistungen lieferte.


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