Während das Segment der Crossover-SUVs einen gewaltigen Aufschwung erlebt, wird das Angebot an echten Geländewagen immer dünner. Einer der traditionsreichsten Protagonisten tritt noch heuer ab: Der Suzuki Jimny, der seit nunmehr 20 Jahren mit nur geringen Änderungen vom Band läuft. Er bekommt einen völlig neukonstruierten Nachfolger.

“Nach 20 Jahren darf man auch mal ein Auto austauschen”, heißt es bei Suzuki. Und das, obwohl sich bei den Verkaufszahlen ein Trend widerspiegelt, der in einem ganz anderen Preissegment auch beim G-Modell von Mercedes-Benz zu beobachten war: Die Verkäufe haben nicht etwa nach wenigen Jahren einen Zenit erreicht, sondern Suzuki hat beim Jimny bis zuletzt Jahr für Jahr die Verkäufe gesteigert. “Letztes Jahr hatten wir einen Rekord, und selbst die Restbestände für 2018 sind so gut wie ausverkauft”, ist zu hören.

Suzuki Jimny

Nicht wenige Kunden sehnen sich offensichtlich nach Authentizität, und die wird beim Jimny bis heute geliefert: Er basiert auf einer klassischen Architektur mit Kastenrahmen, der zuschaltbare Allradantrieb verfügt über eine Geländeuntersetzung. Für Vortrieb sorgt ein 1,3-Liter-Saugmotor mit 64 kW/84 PS, dessen Grundkonstruktion bereits beim SJ 413 von 1984 zum Einsatz kam – ein Umstand, den Suzuki nicht etwa verschweigt, sondern stolz hervorhebt. Er ist nach alter Väter Sitte gekoppelt an eine Fünfgang-Handschaltung oder einen Viergang-Automaten.

Perfektes Jagdmobil

Mit der Variante “Ranger” wendet sich Suzuki übrigens an eine besonders anspruchsvolle Klientel: Man hat ihm “eine breite Palette an Extras mit auf die Pirsch gegeben, die ihn äußerst anpassungsfähig machen” – und zwar als Begleiter für die Jagd. Das Jimny-Einstiegsmodell kostet 15 840 Euro, für den “Ranger” werden 1100 Euro extra fällig.

Suzuki Jimny

Wer keinen aktuellen Jimny mehr bekommt, darf sich übrigens auf einen Nachfolger freuen, der sich nicht etwa als weichgespülte Reminiszenz an das Original gebärdet, sondern mit exakt den gleichen Produkteigenschaften punktet. “Wir müssen natürlich ein Auto bringen, dass diese Kunden wieder abholt”, heißt es bei Suzuki.

Beim Vitara war das anders: Der beliebte Geländewagen wurde als “City-SUV” massenkompatibel neu aufgesetzt. Der nächste Jimny wird sich als authentische Alternative dazu profilieren.


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QuelleSuzuki
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